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Top 5 Nachrichten der Woche
Herren
Sonntag, 20. Oktober 2019 20:42 Uhr
Busse-Doppelpack: Kirchbrak gewinnt das Topspiel in Holzminden
Sonntag, 20. Oktober 2019 20:20 Uhr

Bodenwerder (mm). Nach zwei Remis konnte der SCM Bodenwerder einen wichtigen Sieg einfahren. Im Derby gegen den VfR Hehlen siegte die Mannschaft von Alessandro Startari mit 5:2 und konnte somit sein Punktekonto auf zwölf Zähler schrauben. Der VfR Hehlen bleibt hingegen mit sieben Punkten auf dem drittletzten Tabellenrang.

"Wir sind die erste Viertelstunde zu locker angegangen", blickte SCM-Spielertrainer Alessandro Startari auf die Anfangsphase, in welcher Ralf Pister den VfR nach zwölf Spielminuten mit 0:1 in Führung gebracht hat. "Da haben wir den Fußball gezeigt, den wir uns auch vorgenommen hatten. Wir haben gut gestanden und nichts zugelassen, sodass Bodenwerder keine Lösungsvorschläge hatte", freute sich VfR-Trainer Marco Jung über den Beginn seiner Mannschaft. Für den Ausgleich zum 1:1 benötigte Bodenwerder in der 29. Minute ein Eigentor von Carsten Wiemann. Kurz vor der Pause war es schließlich Francesco Startari, welcher nach einem Hehlener Abwehrfehler den SCM mit 2:1 in Führung gebracht hat.

"Wir haben uns vorgenommen Druck zu machen, doch nach dem 3:1 war das Spiel durch", berichtete Jung weiter, der sich in der 49. Spielminute das Tor von Bodenwerders Robin Milnikel zum 3:1 anschauen musste. Zwar kam der VfR in der 85. Spielminute noch durch einen Treffer von Daniel Gorr auf 3:2 ran, aber am Ende sorgten Niklas Hermens (89.) und Alessandro Startari (90.) für den 5:2-Endstand.

"Bodenwerder hat hier heute die Tore gemacht und wir nicht. Sie waren kaltschnäuzig vor dem Tor. Das Ergebnis ist um zwei Tore zu hoch ausgefallen. Wir hatten die drei Punkte aber auch nicht verdient gehabt und haben uns dumm angestellt. Das müssen wir besser machen", so Jung anschließend, der dem Schiedsrichtergespann aus dem Nachbarkreis Hameln-Pyrmont eine super Spielleitung attestierte.

"Wir hatten das Spiel über 90 Minuten unter Kontrolle und waren die bessere Mannschaft. Wir haben uns heute wieder reihenweise Chancen herausgespielt, einziges Manko war die Chancenverwertung. Man hat den Jungs angemerkt, dass sie unbedingt gewinnen und den positiven Lauf fortsetzen wollten. Ich bin stolz auf die Truppe, dass sie das so gut umgesetzt hat. Wir haben schon viel besser harmoniert. Der Umbruch nimmt allmählich einen positiven Verlauf", freute sich Startari über den Derbysieg und sprach zudem Leif Bolls und Sebastian Krug ein Sonderlob aus.

Foto: mm

Sonntag, 20. Oktober 2019 19:37 Uhr

Dielmissen (mm). Auch dieses Mal war der MTV Fürstenberg in Dielmissen ein gern gesehener Gast. Nach 90 Minuten stand für den VfL Dielmissen ein 5:2-Heimsieg zu Buche, durch den sie ihr Punktekonto auf zehn Zähler schrauben konnten. Die Porzellanstädter bleiben bei 13 Punkten und mussten den siebten Tabellenrang an ihren Rivalen aus Boffzen abgegeben.

Die Gäste aus dem Südkreis gingen durch ein Tor von Alpay Sirin in der 23. Spielminute mit 0:1 in Führung. Diesen Spielstand konnten Mark Meier-Mahlert (38.) und Alexander Jachmann (42.) in eine 2:1-Pausenführung drehen. In der 56. Spielminute erhöhte Kasim Yildiz auf 3:1. Nur drei Minuten später verkürzte MTV-Spielführer Fabian Pleier-Helm auf 3:2, ehe Mark Meier-Mahlert in der Schlussphase mit seinen Toren zwei und drei für den 5:2-Endstand sorgte.

„Spielverlauf und Ergebnis stehen heute in einem krassen Widerspruch. Werner Müller musste zahlreiche Leistungsträger aus den unterschiedlichsten Gründen ersetzen. Dennoch waren wir über weite Strecken aus meiner Sicht sogar das bessere Team. In der zweiten Halbzeit lag der Ausgleich nach einem 1:3 Rückstand mehrfach in der Luft. Doch dann waren es individuelle Fehler, die letztlich den Gegner auf die Siegerstraße brachten. Selbst mit der dezimierten Mannschaft waren wir heute nah an einem Punktgewinn, und hätten den auch verdient gehabt. Umso ärgerlicher ist die viel zu hohe Niederlage“, ärgerte sich MTV-Vorsitzender Achim Helm über die vermeidbare Niederlage an der Ithbörde.

„Ein ausgeglichenes Spiel in keinem guten Kreisliga Spiel. Beiden Mannschaften merkte man den Substanzverlust an. Wir haben die Tore jeweils zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Wir haben über 69 Minuten schwer Zugriff auf das Spiel bekommen, am Ende haben die Jungs es leidenschaftlich verteidigt", freute sich VfL-Trainer Michael Ahlers über die drei Punkte.

Foto: mm

 

Sonntag, 20. Oktober 2019 19:14 Uhr

Itzum (mm). Nach der 0:1-Niederlage gegen den SC Harsum hat der SV Newroz Hildesheim am heutigen Sonntagnachmittag eine deutliche Reaktion gezeigt. Diese bekam der FC Stadtoldendorf zu spüren. Nach 90 Minuten stand aus Sicht des FC Stadtoldendorf eine 2:9-Auswärtsniederlage zu Buche, durch die die Mannschaft von Werner Brennecke auf einen Abstiegsplatz abgerutscht ist. "Bei dieser Niederlage verschlägt es einen eigentlich die Sprache", blickte FC-Trainer Werner Brennecke ungern auf das Duell auf dem Itzumer Sportplatz zurück.

"In der ersten Halbzeit war keine läuferische Leistung ohne Ball vorhanden", schimpfte Brennecke. So konnte die hochgehandelte Spitzenmannschaft aus Hildesheim dank Toren von Roberto Cid-Valdes (7.), Mahdi Khalid Biso (34./35.), Gerbi Kaplan (39.) und Dominik Karaca (45.) bereits zur Halbzeit mit 5:0 führen und für die Vorentscheidung sorgen.

"In der zweiten Halbzeit sind wir besser ins Spiel gekommen", sah Brennecke eine verbesserte Leistung, die allerdings nach dem Tor zum 6:0 von SV-Spielmacher Roberto Cid-Valdes wieder endete. "Wir hatten eine Unruhe in der Mannschaft. Es gab kein gegenseitiges motivieren. Meine Spieler haben sich gegenseitig negativ beeinflusst", ärgerte sich Brennecke über das Verhalten der Mannschaft. So legte Newroz durch Bilal Acar (71.) und Mahdi Khalid Biso (75.) die Tore zum 8:0 nach. FC-Spielführer Fuat Kazan konnte in der 78. Spielminute auf 8:1 verkürzen. Den Acht-Tore-Vorsprung stellte Mahdi Khalid Biso in der 81. Spielminute mit seinem vierten Tor wieder her. Den Schlusspunkt setzte Burak Sagir mit dem Tor zum 9:2-Endstand.

"Die Niederlage ist verdient und am Ende vielleicht um ein - zwei Tore zu hoch ausgefallen. So kann man in der Liga nicht bestehen. Da muss sich ganz schnell was ändern, sonst geht das ganz steil mit voller Fahrt in die Kreisliga", fand Brennecke abschließende deutliche Worte.

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Sonntag, 20. Oktober 2019 18:47 Uhr

Boffzen (mm). „Wir haben hier heute mit Anstand verloren. Danke an die Spieler, die uns heute aus der zweiten Mannschaft unterstützt haben“, empfand MTSV-Trainer Michael Lotze, welcher angesichts der angespannten personellen Situation nur mit elf Spielern zum FC 08 Boffzen gereist war. Erst in den letzten 15 Minuten des Spiels konnte die Mannschaft von Serhat Kara auf 4:1 davonziehen und damit den dritten Heimsieg der Saison einfahren.

Mit dem ersten Torschuss des Spiels ging der MTSV in der achten Spielminute mit 0:1 in Führung. Ein Freistoß von Alexander Weber rutschte FC-Keeper Nico Koschik durch die Handschuhe ins Tor. Die passende Antwort hatte der FCB zwei Minuten später parat. Nach einem Spielaufbaufehler war es Arne Christoph, der ausgleichen konnte. In der Folgezeit hatte Boffzen mehr Ballbesitz, doch kam gegen die Eschershäuser Defensive zu selten zu Abschlüssen. Aber auch der MTSV konnte in der Offensive einige Nadelstiche setzen, die ebenfalls zu keinen weiteren Toren geführt haben. So gingen die Mannschaften mit dem Spielstand von 1:1 in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang hielten die ersatzgeschwächten Raabestädter lange das Unentschieden, was jedoch auch zum größten Teil an Torwart Miguel Lubina und am eigenen Unvermögen der Hausherren lag. Als Boffzen in der Schlussphase mit Serhat Kara und Johannes Urlacher weitere frische Offensivkräfte brachte, konnten sich die Gäste zu selten befreien. So verwertete Johannes Urlacher in der 77. Spielminute einen Querpass zum 2:1. Urlacher war es acht Zeigerumdrehungen später auch, welcher das Ergebnis aus Nahdistanz auf 3:1 stellen sollte. Per Handelfmeter machte Urlacher neben des 4:1-Endstandes auch seinen lupenreinen Hattrick perfekt.

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Sonntag, 20. Oktober 2019 18:38 Uhr

Kaierde (mm). Der TSV Lenne ist weiterhin die Mannschaft der Stunde. Nach dem Sieg im Topspiel gegen den TSV Holenberg bekam der Kreisligaaufsteiger TSV Kaierde die Offensivpower der Mannschaft von Björn Bettermann zu spüren. Nach 90 Minuten endete die Begegnung mit sage und schreibe 0:14 für den TSV Lenne, der somit etwas für das Torverhältnis machen konnte.

Das muntere Toreschießen eröffnete Cedrik Suchy mit einem Doppelpack (15./22.). Vor der Pause legten Niklas Klemm (22./38) und Stefan Stratmann (33.) die Tore zum 0:5-Halbzeitstand nach. Bereits nach einer guten Stunde stand es nach weiteren Treffern von Simon Vatterott (50.), Cedrik Suchy (54.) und Stefan Stratmann (52./58.) 0:9. In der 63. Spielminute wurde das Ergebnis nach dem vierten Treffer von Cedrik Suchy zweistellig. Auch Goalgetter Edward Urich trug sich in der 65. Spielminute in die Torschützenliste ein, ehe der eingewechselte Co-Trainer Steffen Schaper das Tor zum 0:12 erzielen konnte. Erik Schaper (82.) und erneut Edward Urich (86.) sorgten schließlich für den Endstand von 0:14.

„Die Konzentration und Motivation heute das Spiel souverän zu gewinnen, hat von der ersten Minute an gestimmt. Ich freue mich über unsere herausgespielten Chancen und Tore. Aufgabe erfüllt, weiter geht's“, freute sich Lennes Trainer Björn Bettermann über den hohen Sieg.

„Wir wussten welcher Gegner auf uns zukommt. Aber mit so einer Leistung hätten wir gegen keinen einen Punkt geholt. Zu einfache Fehler in der Defensivarbeit, sodass wir nach vorne überhaupt keine Entlastung hatten. Von außen sah es sicherlich aus wie gemütliches Männerturnen. Anzurechnen ist uns, dass wir zu keiner Zeit meckern, sondern immer noch aufmunternde Worte untereinander finden. Wir müssen die Köpfe oben lassen und am kommenden Wochenende gegen Dielmissen punkten“, resümierte Kaierdes Angreifer Tim Niclas Gebauer.

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Samstag, 19. Oktober 2019 20:31 Uhr

Grünenplan (mm). Auch im vierten Spiel in Folge bleibt der TuSpo Grünenplan ohne Niederlage. Nach einer Siegesserie von drei Spielen musste sich die Mannschaft von Waldemar Delzer gegen den SV Blau-Weiß Neuhof, trotz zweimaliger Führung, mit einem 2:2-Unentschieden zufrieden geben. Somit bauen sie ihr Punktekonto vor den direkten Duellen mit Ochtersum und Alfeld auf 13 Zähler aus.

Vor dem Spiel rechnete Trainer Delzer neben Ausfällen von den Langzeitverletzten Alexander Delzer und Sascha Fricke nur mit dem Ausfall des gelbgesperrten Jan Tiesemann. Die Liste der nicht einsatzbereiten Spielern wurde vor dem Spiel dann noch um den erkranken Andrej Delzer erweitert. Zudem war Markus Funke angeschlagen, sodass dieser zunächst auf der Bank Platz nahm. So war Trainer Delzer gezwungen die gesamte Abwehrreihe der Vorwoche umzubauen. Rene Göbel ergänzte die Abwehrreihe um die aus dem Urlaub zurückgekehrten Michael Seyd, Ruben Lange und Markus Langer.

In der Anfangsphase gewöhnte sich Neuhof mit Ballbesitzfußball erstmal an den Platz, während Grünenplan kompakt verteidigte und die Räume durch geschicktes verschieben immer wieder eng machte. Die erste Chance des Spiels hatten die Hausherren in der vierten Spielminute. Rene Göbel probierte es mit einem Freistoß aus 20 Metern, welchen SV-Keeper Bengt-Matti Galbarz gerade noch so zur Ecke abwehren konnte.

In der Folgezeit gelang es Neuhof sich immer besser in der Grünenplaner Hälfte festzusetzen. So kamen sie mit direktem Kombinationsspiel immer wieder in die Nähe des Strafraumes. Im Grünenplaner Strafraum brannte es in der 20. Spielminute lichterloh. Özkay Cakici steckte das Spielgerät zu Lucas Bürger durch. Den anschließenden Abschluss konnte Keeper Tim Stolzenberg parieren. Einen weiteren Neuhofer Abschluss wehrte Michael Seyd vor der Torlinie ab. Bei dieser Situation sahen die Neuhofer ein Handspiel des Grünenplaner Spielführers. Diese Auffassung teilte das Schiedsrichtergespann nicht, sodass das Spiel ohne Strafstoß fortgesetzt wurde.

In der 27. Spielminute kamen die Grünenplaner nun auch zu ihren weiteren Möglichkeiten. Nach einem Zuspiel von Tobias Schütte war es Nasser Abdolkhani, welcher das Spielgerät am langen Pfosten vorbeigesetzt hat. Wenige Augenblicke später tankte sich Marvin Lipke im Sechzehner durch und probierte es aus spitzem Winkel auf eigene Faust, statt das Spielgerät auf die mitgelaufenen Mitspieler zu legen. Sein Schuss ging über das Tor.

Mit einem starken Spielzug ging der TuSpo in der 37. Spielminute mit 1:0 in Führung. Eingeleitet wurde das Tor von Markus Langer, der den Ball zu Marvin Stuhlmacher gespielt hat. Stuhlmacher steckte den Ball in die Schnittstelle der Neuhofer Viererkette, sodass Oguzhan Dogan sein viertes Tor im dritten Spiel in Folge erzielen konnte. Mit dem Spielstand von 1:0 gingen die Teams auch in die Kabine.

Mit der ersten gelungenen Aktion des zweiten Durchgangs mussten die Grünenplaner den Ausgleich hinnehmen. Mit einer hohen Hereingabe aus dem Halbfeld war es Nick-Oliver Leichner, welcher Özkay Cakici mustergültig bedient hat. Freistehend köpfte Cakici zum 1:1 (55.) ins lange Eck ein. Nur vier Minuten später folgte die Chance für Grünenplan erneut in Führung zu gehen. Nach einem Eckball von Rene Göbel köpfte Tobias Schütte das Spielgerät knapp am langen Pfosten vorbei. Vorlagengeber zum 1:1, Nick-Oliver Leichner war in der 59. Spielminute mit einem Zuspiel seines Teamkollegens Deniz Czauderna überrascht worden, sodass er den Ball aus Nahdistanz über das Grünenplaner Gehäuse setzte.

Die Grünenplaner Effektivität bekamen die Gäste aus Neuhof in der 69. Spielminute zu spüren. Rene Göbel spielte den Ball auf den zweiten Pfosten, an welchem Neuhofs Justin Könecke postioniert war und mit einem herauslaufen seines Keeper Galbarz rechnete, welches aber nicht folgte. Dieses Missverständnis nutzte Nasser Abdolkhani schließlich zum vielumjubelten 2:1 aus. Nur eine Minute später probierte es Oguzhan Dogan aus 20 Metern, doch sein Versuch traf nur den Außenpfosten.

Neuhof fiel bis auf einen Distanzschuss aus 20 Metern von Özkay Cakici gegen die Abwehr um Kapitän Michael Seyd wenig ein. So brauchte es in der 86. Spielminute einen langen Ball auf Özkay Cakici, der das Spielgerät in die Mitte zu Lucas Bürger gelegt hat. Seinen ersten Schuss konnte Stolzenberg stark parieren, doch der Ball prallte hierbei erneut in die Richtung von Bürger, welcher per Kopfball zum 2:2 einnicken konnte. In der Schlussphase probierte Grünenplan mit Distanzschüssen von Oguzhan Dogan und dem eingewechselten Markus Funke zum erneuten Torerfolg zu kommen, welcher allerdings ausbleiben sollte. Somit bleib es beim 2:2-Unentschieden. „Das Unentschieden ist leistungsgerecht. Damit können wir gut leben. Nun gilt es gegen Ochtersum und Alfeld wichtige Punkte einzufahren“, berichtete TuSpo-Spartenleiter Jan Tiesemann.

Fotos: mm

Samstag, 19. Oktober 2019 17:20 Uhr

Holenberg (r). Das erwartet schwere Spiel bot der SV Rühle dem Tabellenführer TSV Holenberg in der ersten Halbzeit. Tief stehend und auf Konter lauernd ließ das Tabellenschlusslicht kaum Toraktionen der Holenberger zu und ging durch einen souverän verwandelten Elfmeter von Nico Schünemann sogar mit 0:1 in Führung. TSV-Innenverteidiger Tim Tillner war es schließlich, der für die Hausherren mit einer sehenswerten Einzelaktion für den 1:1-Ausgleich sorgte.

„Wir hatten in der ersten Halbzeit zwar 90% Ballbesitz, sind aber mit viel zu langsamen Kombinationsspiel kaum durch die perfekt stehende Rühler Defensive durchgekommen“, blickt TSV-Coach Daniel Schmidtmann auf den ersten Durchgang.

In Halbzeit 2 bot sich dann ein ganz anderes Spiel. Die „Roten“ erhöhten den Druck merklich, spielten schnell über die Flügel und generierten Chancen im Minutentakt. Angetrieben vom überragenden Kapitän Kai Loewenich stellten die Platzherren durch Treffer von Joel Mely, Leon Wessel und Loewenich selbst mit einem Doppelpack den 5:1-Endstand her.

„Es bedurfte klarer Worte und einiger Umstellungen in der Halbzeit, bis die Mannschaft Spiel und Gegner angenommen haben. Danach war es aber auch eine klare Angelegenheit. Der SV Rühle war hervorragend eingestellt und hat 50 Minuten kaum Chancen zugelassen. Danach haben wir endlich Zugriff bekommen und das Spiel auch verdient gewonnen“, so Daniel Schmidtmann abschließend.

Foto: mm

Samstag, 19. Oktober 2019 11:30 Uhr

Bodenwerder (mm). Zu einem Derby wird es am morgigen Sonntag in Bodenwerder kommen. Der SCM Bodenwerder, welcher mit neun Punkten auf dem neunten Rang steht, wird den VfR Hehlen empfangen. Die Hehlener verloren am vergangenen Sonntag mit 1:6 gegen den FC 08 Boffzen und befinden sich mit sieben Zählern auf dem elften Tabellenplatz. Anstoß ist um 15 Uhr.

"Mit der Reaktion in der Vorwoche war ich zufrieden. Die Jungs arbeiten weiter fleißig im Training und man merkt, dass deutlich mehr Sicherheit reinkommt. Hier hat uns insbesondere die zweite Halbzeit aus dem Bevern-Spiel Mut gemacht. Ich hoffe, dass wir da ansetzen können. Die Stimmung innerhalb des Teams ist gut, jedoch fehlt uns noch ein Erfolgserlebnis, welches jetzt im Derby zu einer richtig guten Zeit kommen würde", freut sich SCM-Spielertrainer Alessandro Startari über die Ansätze, die sein Team in den letzten Wochen gezeigt hat.

"Nichtsdestotrotz darf man Hehlen nicht unterschätzen, auch wenn ihre Ergebnisse nicht so stimmen. Sie haben eine sehr starke Offensive und sind in der Lage, an einem guten Tag jede Mannschaft in der Kreisliga zu ärgern. Wir gehen mit viel Respekt, aber ohne Angst ins Spiel und wollen als Sieger vom Platz gehen", gibt Startari den Derbysieg als Ziel aus.

"Vor einem Derby brauch man eigentlich nicht viel sagen. Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die bis jetzt eigentlich mit mehr Punkten bis gerechnet hatten. Wir stecken beide unten drin. Die Mannschaften kennen sich in- und auswendig, sodass definitiv derjenige gewinnen wird, der die bessere Leistung auf dem Platz abliefert und den Sieg mehr haben möchte. Auswärts wird es für uns schwer, obwohl wir derzeit auch nicht gerade heimstark sind. Bei uns sind fast alle da. Vielleicht können wir ja einen Punkt aus Bodenwerder entführen", berichtete VfR-Trainer Marco Jung, welcher definitiv auf seinen gesperrten Torjäger Sascha Maaß verzichten muss. Somit verpasst Maaß das Duell gegen seinen Ex-Verein, für welchen er jahrelang die Fußballschuhe geschnürt.

Foto: mm

 

Frauen
Donnerstag, 17. Oktober 2019 06:32 Uhr
Boffzens Damen erneut in Torlaune – Zwei weitere Kantersiege bringen sechs Punkte ein
Mittwoch, 02. Oktober 2019 06:59 Uhr

Dielmissen (mm). Am vergangenen Samstagnachmittag empfingen die Damen des VfL Dielmissen den SV Hastenbeck II, welcher vor der Begegnung aus drei Partien sechs Punkte mitgenommen hat. Die Hastenbeckerinnen konnten ihr Punktekonto auf neun Punkte schrauben. Nach der 0:16-Heimpleite gegen den WTW Wallensen kassierte die Mannschaft von Frank Bennefeld dieses Mal 15 Tore. Kurz vor Schluss gelang ihnen mit ihrer einzigen Torchance der Ehrentreffer, sodass die Begegnung mit 1:15 endete.

Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Den Torreigen hatte Svenja Kräft bereits in der sechsten Spielminute eröffnet. Nach einem auf den ersten Pfosten gezogenen Freistoß stand Kräft goldrichtig und schob zum 0:1 ein. Drei Minuten später zeigte sich Svenja Kräft auch für das 0:2 verantwortlich. Nach zwölf Minuten konnte sich VfL-Keeperin Saskia Streeß gegen Sophie-Madeline Piel auszeichnen. In der 18. Spielminute legte Selen Demirkaya das 0:3 nach, ehe fünf Zeigerumdrehungen später Lea Gajewski am leeren Tor vorbeigeschossen hat. Franziska Knaus traf in der 26. Minute ins kurze Eck zum 0:4. Wenige Augeblicke später konnte Saskia Streeß den VfL Dielmissen mit einer Glanzparade gegen Svanja Kräft vor einem höheren Rückstand bewahren. Das Tor zum 0:5-Halbzeitstand erzielte Stella Wehking mit einem abgefälschten Schuss.

Das muntere Toreschießen ging zu Beginn der zweiten Hälfte weiter. So trug sich Sarah-Linde Nickusch in der 50. Spielminute mit dem Tor zum 0:6 in die Torschützenliste ein. Franziska Knaus legte ihre Tore zwei und drei in der 55. und 60. Minute nach. Innerhalb von nur acht Minuten schraubten Stella Wehking und Svenja Kräft (2) das Ergebnis auf 0:11. Nach einem Foulspiel von Janine Berg zeigte der Schiedsrichter in der 75. Spielminute auf den Elfmeterpunkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Annika Schomburg zum 0:12.

Nach weiteren Treffern von Sandra Hoellenriegel und Annika Schomburg stand es nach 85 Spielminuten 0:14. Und als sich die meisten schon auf eine hohe Niederlage ohne eigenes Tor eingestellt hatten, konnte VfL-Kapitänin Jasmin Meyke den Ball in der gegnerischen Hälfte erobern und das Spielgerät aus 20 Metern sehenswert zum 1:14 genau in den Winkel schießen. Die Freude kannte bei den Spielerinnen des VfL Dielmissen keine Grenzen mehr. Den Schlusspunkt setzte Alexandra Lubina schließlich mit dem Tor zum 1:15-Endstand.

Fotos: mm

Mittwoch, 02. Oktober 2019 06:49 Uhr

Boffzen/Derental (r). Am Sonntag trat die 9er Mannschaft des FC 08 Boffzen im Derby bei der Spielgemeinschaft des SV Ottbergen Bruchhausen II/ MTV Derental / BW Weser an. Bereits nach drei Spielminuten brachte Laura Neils die Blau-Gelben in Führung. FC-Angreiferin Laura Neils konnte das Ergebnis durch zwei weitere Tore und somit ihren lupenreinen Hattrick auf 3:0 schrauben. Auch in der zweiten Spielhälfte konnte der Gastgeber Neils weiterhin nicht bremsen, sodass sie ihre Treffer vier und fünf nachlegte. Zweimal rettete das Aluminium Boffzen vor dem Ehrentreffer oder FC-Torhüterin Sara Schröder war zur Stelle. Den Schlusspunkt unter die Partie setzte Michelle Räker, welche sich nach einem Sololauf mit dem 6:0-Endstand belohnte.

Die 11er Mannschaft des FC Boffzen traf danach auf den FC Peckelsheim-Eissen-Löwen. Denise Kerpers brachte den FC in dritten Spielminute nach Vorlage von Nadine Griebelbauer in Führung. Danach erhöhte Stefanie Vogt durch ihren lupenreinen Hattrick innerhalb von zwanzig Minuten auf 4:0. Für das 5:0 zeigte sich Finnja Mindermann in der 37. Minute verantwortlich, als sie die Übersicht im Durcheinander des gegnerischen Strafraums behielt und traf. Stefanie Vogt erhöhte ihr persönliches Torkonto in der 42. Minute und erzielte per Weitschuss das 6:0.

Zehn Minuten nach der Halbzeitpause konnte Laura Neils unter freundlicher Mithilfe der gegnerischen Torfrau ebenfalls per Weitschuss die Führung auf 7:0 ausbauen. Durch die klare Führung im Rücken ließ man nun dem Gast aus Peckelsheim etwas mehr Platz, welchen sie in der 59. Minute zum 7:1 nutzten. Nach einem schnell vorgetragenen Konter erzielte Denise Kerpers in der 66. Minute das 8:1. Peckelsheim konnte eine erneute Unsicherheit in der Boffzer Hintermannschaft zum 8:2 ausnutzen. Kea Wirth setzte mit ihrem abgefälschten Freistoß und den damit verbundenen Treffer zum 9:2 den Schlusspunkt unter die Partie.

Foto: FC 08 Boffzen

Sonntag, 29. September 2019 11:21 Uhr

Wolfsburg (mm). Dass Natasha Kowalski in Spielen wenig Anlaufzeit für ihre Tore benötigt, stellte das Sturmtalent aus dem Weserbergland am vergangenen Samstagmittag gegen den FC Bayern München II unter Beweis. Durch einen Doppelpack brachte sie den VfL Wolfsburg II auf die Siegesstraße. Nach 90 Minuten konnte die niedersächsische Bundesligareserve einen 4:0-Heimsieg feiern, durch den sie in der Tabelle auf den dritten Rang vorklettern.

Nach einer guten Stunde wurde Kowalski einwechselt. Nur fünf Zeigerumdrehung später traf die "Nummer 16" im Dress des VfL Wolfsburg II per Volleyschuss zum 1:0-Führungstreffer. In der 70. Spielminute legte die U17-Juniorinnen Nationalspielerin auch gleich das 2:0 nach.

Foto: mm

Donnerstag, 26. September 2019 06:29 Uhr

Boffzen (r). Die beiden Damenteams des FC Boffzen waren am Sonntag wieder in der Kreisliga im Einsatz. Zunächst trennte sich die 9er Mannschaft vom FC Peckelsheim-Eissen-Löwen mit 3:3. Im Anschluss setzte sich die 11er Mannschaft mit 3:1 gegen den Tabellenersten SpVg Brakel/Langeland durch und steht nun an der Tabellenspitze.

Die 9er Mannschaft ging gegen den FC Peckelsheim-Eissen-Löwen bereits in der siebten Spielminute durch Laura Neils nach Vorlage von Corinna Dorosala in Führung. Es dauerte bis zur 18. Minute, ehe der Gast aus P-E-L das erste Mal aufs Boffzer Tor abschloss. Drei Minuten später profitierten sie von einem Boffzer Torwartfehler und erzielten quasi aus dem Nichts den Ausgleich. Im Anschluss entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, die jedoch bis zur Pause chancenarm ablief.

Boffzen legte auch in der zweiten Hälfte wieder gut los und konnte durch Leonie Ludewig in der 47. Minute erneut in Führung gehen. In der 51. Minute wurde der Vorsprung durch Laura Neils auf 3:1 ausgebaut, als sie mit ihrem Schuss perfekt in den Winkel traf. In der 54. Minute konnte Peckelsheim auf 3:2 verkürzen. Leonie Ludewig hatte in der 60. Minute ihren zweiten Treffer auf dem Fuß, doch sie scheiterte am Pfosten. Für den FC rettete sogar zweimal das Aluminium die knappe Führung. In der 85. Minute kam der Gast aus P-E-L doch noch zum 3:3 – Ausgleich, welcher auch den Endstand darstellte.

Im Anschluss traf die 11er Mannschaft auf die SpVg Brakel/ Langeland und hatte durch Vanessa Hindrichs in der 13. Minute den ersten Torabschluss der Partie. Brakel agierte ausschließlich über lange Bälle, die FC-Torhüterin Alena Schanze zweimal in höchster Not erlaufen konnte. Boffzen hatte das Chancenplus auf seiner Seite, jedoch schien der Ball vorerst nicht ins gegnerische Gehäuse zu wollen. Stefanie Vogt verzog ihren Abschluss knapp und Nadine Griebelbauer scheiterte mit ihrem Abschluss sowohl an Latte wie Pfosten. Die mangelnde Chancenauswertung rächte sich in der 32. Spielminute, als Brakel einen schnellen Vorstoß zum 1:0 nutzte. Boffzen ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und hatte durch Vanessa Hindrichs im direkten Gegenzug den Ausgleich auf dem Fuß, doch Brakels starke Torhüterin lenkte den Ball gerade noch zur Ecke. In der 36. Spielminute nutzte Denise Kerpers einen Absprachefehler Brakels aus und spielte im Sechszehner quer auf Stefanie Vogt, die nur noch zum 1:1 - Ausgleich ins Tor einschieben brauchte. Bis zur Halbzeitpause hätte der FC noch zwei bis drei Tore erzielen können, scheiterte jedoch ein ums andere Mal an Brakels Torfrau.

Nach der Halbzeitpause schien es so als wäre den Boffzer Spielerinnen der Stecker gezogen worden. Brakel hatte deutlich mehr Ballbesitz, konnte diesen aber nicht in Torchancen ummünzen. Lediglich einmal musste Alena Schanze einen Brakeler Abschluss um den Pfosten lenken. In der 72. Minute ging der FC wie aus dem Nichts erneut in Führung. Finnja Mindermann setzte Nadine Griebelbauer auf der rechten Seite in Szene, diese fand am Fünfmeterraum Denise Kerpers, welche zum 2:1 traf. Zwei Minuten später war es Stefanie Vogt, die beim Durcheinander im Brakeler Strafraum die Übersicht behielt und zum 3:1 traf. Der Gast aus Brakel bemühte sich um den Anschlusstreffer, blieb jedoch im Spiel nach Vorne zu ideenlos. Die langen Bälle konnten von der FC-Abwehr abgefangen werden. In der 88. Minute hatte Finnja Mindermann das 4:1 auf dem Fuß, verzog jedoch knapp. Die letzte Torchance der Partie hatte der Gast aus Brakel, doch sie scheiterten erneut an Alena Schanze im Boffzer Tor. So blieb es beim verdienten 3:1 – Erfolg für den FC Boffzen.

Foto: FC 08 Boffzen

Mittwoch, 18. September 2019 06:47 Uhr

Boffzen/Brakel (r). Los ging der Doppeleinsatz der FC Boffzen Damen für die 9er Mannschaft bei der SpVg Brakel/Langeland, welche an der Spitze der Kreisligatabelle steht. Mit einem guten Auftritt nahm man Ende beim 2:2 einen Punkt mit nach Boffzen. Bereits in der ersten Spielminute ging der FC durch Vivian Fogheri in Führung. Dieses schien der Weckruf für die Gastgeber gewesen zu sein, denn sie übernahmen die Spielkontrolle. Brakel hatte mehr Spielanteile und kam nach einem langen Ball zum 1:1 – Ausgleich in der 26. Spielminute. Auch in der Folgezeit hatte der Gastgeber mehr Ballbesitz, doch der FC verteidigte kompakt und ließ kaum etwas zu. Boffzen ging nach einem berechtigten Handelfmeter, den Vivian Fogheri verwandelte in der 35. Minute erneut in Führung. Mit dem Spielstand von 1:2 gingen die Teams auch in die Pause.

In der 51. Spielminute gelang Brakel nach einem langen Ball, welcher durchgesteckt wurde, der erneute Ausgleich. Boffzen hatte in der zweiten Hälfte mehr vom Spiel und erarbeitete sich einige gute Möglichkeiten. Zweimal verpasste man das Tor knapp, zweimal stand das Aluminium einem weiteren Treffer im Weg. Am Ende blieb es beim 2:2, wobei auch ein Sieg drin gewesen wäre. Auch mit einem Punkt beim Tabellenführer kann man gut leben.

Um 13 Uhr trafen dann die 11er Mannschaft des FCs in ihrem Heimspiel auf den SV Steinheim, welches am Ende mit 5:1 gewonnen werden konnte. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit Torchancen auf beiden Seiten, die jedoch noch wenig Torgefahr ausstrahlten. FC-Torfrau Vivian Fogheri musste in der 22. Minute das erste Mal in höchster Not eingreifen. In der 27. Minute war es Kea Wirth, die nach Vorlage von Tamara Hartmann per herrlichem Distanzschuss das 1:0 erzielte. Steinheim schien durch den Rückstand aufgewacht zu sein und drängte auf den Ausgleich. In der 32. Minute belohnte sie sich mit dem 1:1 und drückten gleich auf den Führungstreffer. Erneut war es Vivian Fogheri, die für die Blau-Gelben das Unentschieden mit einer starken Parade festhielt. Nach einem Torschuss von Jennifer Potowski in der 38. Minute prallte der Ball von der Latte zurück ins Feld, wo Stefanie Vogt den Abpraller mit dem Knie zum 2:1 über die Linie beförderte.

In der 53. Minute erhöhte Nadine Griebelbauer für den FC, als sie sich gegen ihre Gegenspielerin durchsetzte und zum 3:1 einschob. Steinheim erzielte in der 62. Minute den vermeintlichen Anschlusstreffer, der jedoch richtigerweise wegen Abseits aberkannt wurde. Ein abgefangener Eckball führte in der 65. Minute zur Vorentscheidung. Vivian Fogheri schlug diesen lang auf Laura Neils, welche sich im Laufduell durchsetzte und überlegt zum 4:1 abschloss. Steinheim gab sich trotz des klaren Rückstandes nicht auf und probierte weiter nach Vorne zu spielen. Boffzen stand jedoch gut und ließ kaum etwas zu. Den Schlusspunkt unter diese Partie setzte Kea Wirth, die einen Freistoß direkt verwandelte und somit zum 5:1 – Endstand in der 83. Minute traf.

Am kommenden Sonntag steht ein Doppel-Heimspieltag auf dem Programm. Um 11 Uhr trifft die 9er Mannschaft auf den FC P-E-L, um 13 Uhr die 11er Mannschaft auf die SpVg Brakel/Langeland.

Mittwoch, 11. September 2019 18:59 Uhr

Varberg/Dohnsen/Wolfsburg (mm). Beim U17-Juniorinnen Turnier in Schweden hat die deutsche Nationalmannschaft einen guten Start hingelegt. Mit Natasha Kowalski in der Startelf trat die neuformierte Mannschaft von DFB-Trainierin Frederike Kromp gegen die spanische Auswahl an. Dieses Duell entschied der Europameister mit 4:0 für sich. Natasha Kowalski konnte sich hierbei in der 83. Spielminute für das Tor zum 3:0 verantwortlich zeigen. Die weiteren drei Tore erzielte im Übrigen Charlotta Wasmer, die für die SpVg Brakel im Nachbarkreis Höxter die Fußballschuhe schnürt.

Zwei weitere Partien stehen für den 20-köpfigen DFB-Kader in Schweden noch an. In Halmstad wird es am kommenden Samstag, den 14. September (ab 17 Uhr) gegen die Gastgeberinnen aus Schweden gehen. Zum Abschluss kommt es am kommenden Dienstag, den 17. September (ab 18 Uhr) erneut in Varberg zum Aufeinandertreffen mit der USA.

Foto: mm

Rede und Antwort
Mittwoch, 29. Mai 2019 16:58 Uhr
"Fußball ist jetzt mein Beruf" - Bremens U23-Offensivspieler Kevin Schumacher im Interview
Montag, 25. März 2019 18:05 Uhr

Holzminden (mm). Bereits mit 17 Jahren ist Holzmindens Kevin Walter Kreisauswahltrainer des NFV Kreises Holzminden, womit er wohl der jüngste Kreisauswahltrainer in ganz Niedersachsen sein müsste. Wir haben uns mit Kevin Walter zu einem Interview getroffen und blicken gemeinsam auf seinen bisherigen sportlichen Werdegang. Zudem verrät er, wie er Jugendtrainer geworden ist und welche kurz- und langfristigen Ziele er als Trainer verfolgt.

Redaktion: "Kevin, wie bist du zum Fußball gekommen?"

Kevin: "Mit vier Jahren habe ich zu Hause im Garten gespielt. Als dann im Sommer die Weltmeisterschaft im TV kam, war es natürlich mein Traum einmal Profi zu werden. Mit sechs Jahren habe ich dann beim SV06 Holzminden im Verein angefangen und dort unter Uwe Schreiber gespielt."

Redaktion: "Hast du die ganze Zeit in Holzminden gespielt? Auf welche Erfolge kannst du zurückblicken und auf welcher Position bist du zu Hause?"

Kevin: "Ich habe bis zur D-Jugend in Holzminden gespielt, wo ich in der F- und E-Junioren jeweils einmal Hallenkreismeister geworden bin. In einer der beiden Altersklassen konnten wir sogar Vize-Hallenbezirksmeister werden. In der D-Jugend bin ich dann für zwei Jahre zum SV Höxter gegangen, wo ich auch einmal als Spieler in einem Spielbericht gelobt wurde. Dort wird ein anderer Fußball gespielt, was mir auch viel Spaß gemacht hat. Klar ist es schön Siege zu feiern und wenn man Fortschritte sieht, aber ich finde die Zeit mit der Mannschaft auch nach Niederlagen ist viel wichtiger. Danach bin ich dann zurück zum SV06 gegangen, wo ich bis auf eine kurze Zeit im Bezirk, ausschließlich auf Kreisebene gespielt habe. Ich bin in der Verteidigung zu Hause."

Redaktion: "Wie bist du Trainer geworden? Wen hast du bisher in Holzminden trainiert?"

Kevin: "Die Idee Trainer zu werden, hatte ich bereits früh. Mit fünf - sechs Jahren hat man mit Freunden ja schon gebolzt und wir hatten uns vorgenommen, wenn wir 12 Jahre alt sind, eine Mannschaft zu leiten. Es ist dann ein wenig anders gekommen. Mit 14 habe ich dann mit dem Trainieren der F-Jugend angefangen, mit der ich auch immer hochgegangen bin. Von den insgesamt 30 Kindern, die ich am Anfang hatte, sind in meiner aktuellen E1 noch zehn da und zwei Spieler sind neu dazugekommen, fünf meiner Spieler spielen in der Kreisauswahl. Mich haben in der Anfangszeit Benjamin Beineke und Alex Wolkowiski, dann Artur Knaub und derzeit Michelle Dötzer unterstützt, denen ich auf diesem Weg dafür danken möchte."

Redaktion: "Wie verlief die Junior-Coach Ausbildung?"

Kevin: "Ich wollte mich weiterbilden und früher oder später eine Trainerlizenz machen. Die Junior-Coach Ausbildung habe mit 15 Jahren unter der Leitung von Sebastian Baar, der aktuell in der Regionalligamannschaft des 1. FC Germania Egestorf/Langreder spielt, in Bad Sachsa gemacht. Es war eigentlich eine reine Vereinsveranstaltung, bei der ich neben 15 weiteren Jugendtrainern, die zwischen 14 und 18 Jahren waren, mitmachen durfte. Hierbei ging es um den Juniorenbereich. Bei der Schulung wurde uns der Umgang mit den Kindern vermittelt und mir erst richtig bewußt geworden, dass die Kinder zu mir aufschauen und mich als ihr Vorbild nehmen. Der Junior-Coach Lehrgang ging eine Woche der Osterferien. Wir haben neben den Theoriestunden auch viel Praxisarbeit für den E- und F-Juniorenbereich gemacht. Ich find's klasse, dass der NFV den kompletten Lehrgang bezahlt und somit junge Trainer fördert."

Redaktion: "Wo hast du deine C-Lizenz gemacht?"

Kevin: "Für die Juniorcoaches wurde auch ein extra Lehrgang in Barsinghausen angeboten, was schon eine andere Hausnummer war. Da die Junior-Coach Ausbildung der erste Teil der C-Lizenz ist, ging die C-Lizenz für mich nur zwei Wochen mit einer Abschlussprüfung, für die man lernen musste. Das war eine super Zeit. Alle hatten Lust dazu. Wir haben jeden Abend von 22 - 2 Uhr noch zusammengesessen und gelernt, da wir nicht wußten, was uns in der Prüfung erwarten würde. Wir mussten eine mündliche Prüfung bei einem Sportwissenschaftler ablegen und eine Lehreinheit als Lehrprobe ausarbeiten. Ich hatte das Thema Passen. Bei der Lehrprobe musste ich dann den Hauptteil vorstellen. Ich habe mit 97 von 100 möglichen Punkten das beste Ergebnis eingefahren. Da der Kurs nur für 14 - 18-Jährige war, konnte man auch recht schnell gute Kontakte aufbauen. Zu den meisten habe ich noch Kontakt."

Redaktion: "Wie sieht deine Trainingswoche aus und wie engagierst du dich noch im Verein?"

Kevin: "Aktuell trainiere ich die E-Jugendmannschaft mindestens zweimal die Woche und am Wochenende ist meist ein Spiel. Manchmal helfe ich auch beim Torwarttraining der F-Jugend aus. Ich habe aber auch schonmal übergangsweise für 3 Monate die G-Jugend trainiert oder zuletzt auch bei einem Turnier der Hallenkreismeisterschaft in der Regie geholfen. Neben dem Fußball bin noch in der Feuerwehr tätig und gehe ja auch in die 11. Klasse des Campe Gymnasium in Holzminden."

Redaktion: "Wie bist du Kreisauswahltrainer geworden? Was sind dort deine Aufgaben?"

Kevin: "Ich habe mich beim NFV offiziell um den Platz als Kreisauswahltrainer beworben und bin dann mit Markus Verwohlt ins Gespräch gekommen. Er hat mich eingeladen ein Probetraining mit der Kreisauswahl zu leiten, welches neben ihm auch vom weiteren Kreisauswahltrainer Fabian Cornelsen und Kreisvorsitzenden August Borchers beobachtet wurde. Ich konnte sie überzeugen, sodass ich seitdem zum Team der Kreisauswahltrainer dazugehöre. Alle zwei Wochen findet das Training in Holzminden statt, davor haben wir auch ab und zu in Kirchbrak trainiert. Neben der Trainingseinheiten, welche 2 Stunden und 15 Minuten dauern, habe ich mit Markus Verwohlt zusammen den Jahrgang 2009 für die nächste Kreisauswahl gesichtet und die aktuelle Kreisauswahl bei Turnieren gecoacht."

Kevin Walter mit der Kreisauswahl

Redaktion: "Wie bereitest du dich auf die Trainingseinheiten vor?"

Kevin: "Ich stelle mir vor jeder Trainingseinheit die Frage "Was möchte ich trainieren?" und lege somit ein Thema fest, an welchem ich in der ganzen Trainingseinheit festhalte. Die Vorbereitung auf die Trainingseinheit dauert meist eine Stunde, die man sich als Trainer auch nehmen sollte. Man sollte in den untersten Bereichen auch ab und zu die Koordination schulen." 

Redaktion: "Du hast vor Kurzem deinen Schiedsrichterschein gemacht. Wie kam es dazu?"

Kevin: "Ich habe den Schiedsrichterschein vorrangig gemacht, um die Voraussetzungen für die B-Lizenz zu erfüllen. Seit der Ausbildung reizt es mich auch, mich als Schiedsrichter bei Spielen zu probieren. Allerdings werde ich erstmal meine B-Lizenz machen, ehe ich dann im Sommer selbst zur Pfeife greifen werde. Ein Traum von mir ist es eines Tages in einem Gespann mit meiner älteren Schwester Marie Christin Walter aufzulaufen. Sie war schon in der 2. Frauen Bundesliga aktiv, aber hat zuletzt arbeitsbedingt aufgehört. Was sie erreicht hat, macht mich stolz. Vielleicht schaffen wir ja trotzdem mal, dass sie pfeift und ich als Linienrichter an der Seite stehe."

Redaktion: "Welche Voraussetzungen muss man für die B-Lizenz erfüllen?"

Kevin: "Für die B-Lizenz muss man mindestens 16 Jahre alt und einem Verein zugehörig sein, die C-Lizenz haben, einen sportlichen Test machen, ärztlich tauglich sein und einen Erste-Hilfe Schein haben, der nicht älter als zwei Jahre alt ist. Zudem muss man einen sportlichen Lebenslauf einreichen, in dem man vorlegt, welche Altersklassen man bereits trainiert hat. Die B-Lizenz dauert 3 Wochen und ist nicht gerade günstig. Da ich diese für mich mache, bezahle ich sie aus der eigenen Tasche, auch wenn sich der SV06 Holzminden mit Sicherheit an den Kosten beteiligt hätte."

Redaktion: "Welche Ziele als Trainer hast du?"

Kevin: "Ich möchte jede Woche das beste Training vermitteln und deswegen bilde ich mich auch fort. Bei der B-Lizenz sind die maximalen 15 Punkten mein Ziel, ich wäre allerdings auch mit zehn Punkt zufrieden, die ich benötige, um im nächsten Schritt die darauf aufbauende Elite Jugendlizenz machen zu können, die einen befügt eine Stützpunktmannschaft zu trainieren. Mein eigentliches Ziel war es mit 22 Jahren die B-Lizenz zu haben und eine Kreisauswahl zu trainieren, was ich dann wohl bereits mit 18 Jahren schaffen werde. Mein Traum lebt weiter: Ich möchte mein Hobby irgendwann zum Beruf machen. Wenn's mit dem Profibereich nicht klappt, wäre ich mit einer Oberliga- oder Landesligaherrenmannschaft schon zufrieden, was denk ich realistischer ist."

Redaktion: "Möchtest du noch weiterspielen oder nicht nur auf das Trainerwesen spezialisieren?"

Kevin: "Ich möchte auf jeden Fall neben meinen Trainertätigkeiten weiterspielen. So sammelt man auch als Spieler Erfahrungen, die man als Trainer an seine Spieler weitergeben kann. Fußballspielen macht mir einfach Spaß. Ich kann nicht ohne Fußball, auch wenn ich nicht der beste Spieler bin."

Redaktion: "Feuerwehr, Abitur, Fußball spielen und Kinder trainieren - wie schaffst du das?"

Kevin: "Das ist eine berechtigte Frage. Ich habe tolle Eltern, die mich viel unterstützen und ohne die ich nie soweit gekommen wäre. Meine Freunde haben für mein Engagement ihr vollstes Verständnis und unterstützen mich sogar bei Trainings, wenn ich mal jemanden brauche. Das Ehrenamt hat in meinem Leben einen hohen Stellwert, weshalb für mich auch Geld überhaupt keine Rolle spielt. Ich trainiere auch nicht, um am Ende Meister zu werden und in der Zeitung zu stehen, für mich spielt die Entwicklung der Spieler eine viel wichtigere Rolle, die man nicht immer in sportlichen Erfolgen messen muss."

Redaktion: "Wir danken dir für das sehr interessante Gespräch und freuen uns, dass es in unserer Region einen so engagierten jungen, lernwilligen Trainer gibt. Wir drücken dir für die B-Lizenz die Daumen und hoffen, dass du uns im Kreis noch ein wenig erhalten bleibst und du deine gesetzten Ziele irgendwann erreichst."

Kevin: "Danke."

Kevin Walter mit seiner E-Jugend

Fotos: mm und privat

 

 

Montag, 11. März 2019 07:19 Uhr

Rühle/Tündern/Kirchbrak (mm). Seit 25 Jahren ist Steffen Niemeyer, der als aktiver Spieler auf eine erfolgreiche Laufbahn blicken kann, im Vorstand des SV Rühle aktiv. Zunächst als Schriftführer, mittlerweile ist er Kassenwart. Bereits seit über fünf Jahren ist Niemeyer Jugendtrainer in Tündern und wagt im Sommer den Schritt in den Herrenbereich. Dort wird er die junge Kreisligamannschaft des TSV Kirchbrak übernehmen.

Wir haben gemeinsam auf seine Spielerlaufbahn zurückblickt. Des Weiteren verrät er, wie er Trainer geworden ist und was er mit dem TSV Kirchbrak vorhat.

Redaktion: "Mit wie vielen Jahren hast du, wo angefangen?"

Steffen: "Ich komme gebürtig aus Rühle und habe mit 4 Jahren in Rühle auch angefangen. Damals gab es noch keine F- oder E-Jugend, sodass ich gleich bei den "Großen" in der D-Jugend, damals noch im Zentrum oder als rechter Verteidiger, gespielt habe. Mit fünf Jahren habe ich mein erstes Tor geschossen."

Redaktion: "Hast du deine ganze Jugend in Rühle verbracht?"

Steffen: "Nein, mit zehn Jahren bin ich zum TuSpo Holzminden gewechselt und habe dort bis zu meinem 20. Lebensjahr gespielt. Ich habe somit auch in der Herren-Bezirksoberliga-Luft schnuppern dürfen."

Redaktion: "Welche Highlights hattest du in deiner Jugend?"

Steffen: "Ich habe in der Kreisauswahl gespielt und kann mich noch gut an eine Reise zu einem Turnier in Japan erinnern. In Holzminden war ich im Jugendbereich an zwei Aufstiegen beteiligt. Wir sind sowohl in der B-Jugend als auch in der C-Jugend aus der Bezirksliga in die Bezirksoberliga aufgestiegen. Als 17-jähriger durfte ich unter Werner Eckhardt in der Herren-Bezirksoberliga debütiert."

Redaktion: "Wie ging's für dich im Herrenbereich weiter? Auf welchen Positionen hast du gespielt?"

Steffen: "Ich habe drei Jahre in Holzminden weitergespielt, ehe zurück nach Rühle in die Kreisliga gewechselt bin. Rühle hatte zu dem Zeitpunkt keinen richtigen Stürmer, sodass sie mich als "Notnagel" in den Sturm gestellt haben, was ich denk ich ganz gut hinbekommen habe."

Redaktion: "Auf welche Erfolge kannst du im Herrenbereich zurückblicken?"

Steffen: "1993 bin ich mit Rühle Kreispokalsieger geworden. 1999 konnte ich die Torjägekanone holen und achtmal bin ich in der Torschützenliste Zweiter geworden. Meine Bestmarke lag bei 43 Toren in einer Kreisligasaison. In der Saison wurde ich jedoch von Ingo Neils übertroffen, der auf 45 Tore kam."

Redaktion: "Wie bist du Trainer geworden und welche Stationen hattest du vor deiner Zeit bei Tündern?" 

Steffen: "Das war reiner Zufall. Zwei meiner drei Söhne haben in Bodenwerder gespielt und eines Tages bin ich dann mal für ein Training eingesprungen. Ich habe an der Aufgabe Freude gefunden und habe dann von der F bis zur C-Jugend gemeinsam mit Andreas Turrey die Mannschaft trainiert. 2011 bin ich dann noch Spielertrainer in Rühle geworden, was ich dann parallel zur Jugendmannschaft in Bodenwerder gemacht habe."

In der Rückrunde 2017/2018 half Niemeyer in der ersten Mannschaft des SV Rühle aus. Foto: mm

 Redaktion: "Wie bist du in Tündern Trainer geworden?"

Steffen: "Michael Lotze war zu dem Zeitpunkt noch der Jugendkoordinator bei Tündern und hat mich angesprochen, ob ich mir die Aufgabe des C-Jugendtrainers vorstellen könnte. Ich fand die Aufgabe sehr reizvoll und habe zugesagt. Dafür musste ich jedoch meine Trainerämter in Bodenwerder und in Rühle aufgeben."

Redaktion: „Über welche Trainierlizenz verfügst du?“

Steffen: „Ich habe vor etwa sieben Jahren die C-Lizenz gemacht. Für die B-Lizenz habe ich bisher noch keine Zeit gefunden. 2015 habe ich gemeinsam mit Steffen Brandt eine Torwarttrainer-Lizenz in Barsinghausen abgelegt.“

Redaktion: "In welchen Ligen warst du unterwegs?"

Steffen: "In der C- und B-Jugend haben wir in der Landesliga gespielt. Im Sommer sind wir aus der A-Junioren Bezirksliga in die Landesliga aufgestiegen."

Redaktion: „Was waren deine Höhepunkte in der Zeit bei Tündern?“

Steffen: „Neben der ungefährdeten Meisterschaft in der A-Junioren Bezirksliga, zählt hierzu auf jeden Fall das C-Jugend Bezirkspokalfinale dazu, als wir Hannover 96 knapp mit 1:2 im Hamelner Weserberglandstadion unterlagen. Im Futsal sind wir zweimal Vizebezirksmeister und zweimal Fünfter bei den Niedersachsenmeisterschaft geworden.“

Redaktion: "Welche Unterschiede konntest du zwischen Tündern und den vorortigen Vereine ausmachen?"

Steffen: "Tündern bietet einem als Trainer ganz andere Möglichkeiten. Vor jeder Saison bieten wir Sichtungstrainings an und laden hierzu auch manche Spieler persönlich ein. Es war dann immer meine Entscheidung zu sagen, wer das Potential für die I. Mannschaft hat. Es macht mir einfach Spaß mit jungen, talentierten Spielern zu arbeiten. Man bleibt seinem Hobby erhalten und es ist ein schöner Ausgleich zum Job."

Redaktion: "Wie blickst du auf die letzte Saison zurück?"

Steffen: „Natürlich blicke ich noch sehr gerne an die letzte Saison zurück. Meine Mannschaft hat in der C- und B-Junioren ausschließlich in der Landesliga gespielt und brachte dementsprechend auch eine andere Spielkultur mit einer guten Qualität und Geschwindigkeit im Spiel mit. Wir hätten auch schon früher Meister werden können, doch die Gegner haben gegen uns auch Tricks eingesetzt. Den ersten Matchball haben wir gegen den JFV Süd in Almstedt vergeben. Wir mussten auf einem kleinen B-Platz ran und haben unsere Chancen leichtfertig vergeben, sodass Süd das taktisch auch klug gemacht hatte. Am Ende sind wir mit 12 Punkten Vorsprung Meister geworden."

Redaktion: "Wie lief die Hinrunde und welche Ziele hast du für die Rückrunde?"

Steffen: „In der Liga ist alles eng beisammen. Wir sind aktuell Siebter von zwölf Mannschaften und haben auf den ersten Abstiegsplatz sieben Zähler Vorsprung. Gegen Havelse, HSC Hannover und Calenberger Land haben jeweils nur knapp verloren. Das Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt, wobei der fünfte Platz möglich ist.“

Redaktion: "Warum geht's für dich bei Tündern nicht weiter?"

Steffen: „Eigentlich sollte ich im Sommer Siegfried Motzner als Trainer der ersten Herrenmannschaft ersetzen. "Siggi " hat sich jedoch dazu entschlossen, noch ein Jahr dranzuhängen. Der B-Junioren Trainer kommt mit seiner Mannschaft hoch, sodass Tündern für mich im Sommer keinen Job mehr hatte.“

Redaktion: "Im Sommer übernimmst du Kirchbrak. Wie kam der Kontakt zu Stande? Warum hast du dich für Kirchbrak entschieden? Was reizt dich an dieser Aufgabe?“

Steffen: „Für mich war relativ schnell klar, dass ich mein Hobby weitermachen möchte. Ich hatte neben Kirchbrak auch zwei andere Angebote aus dem Kreis Hameln-Pyrmont. Der Kontakt kam über meinen ehemaligen Mannschaftskameraden und guten Freund Stefan Brandt zu Stande, der mir berichtet hat, dass ich ihr Wunschkandidat für die kommende Saison bin. Da mein Sohn Leon dort schon seit Sommer spielt, kenne ich die Mannschaft auch und hatte mir schon ein paar Spiele angeschaut. Es ist eine junge Mannschaft, die ich taktisch anders spielen lassen werde. Viele Sachen werden nicht gleich funktionieren, es wird ein Prozess werden. Ich freue mich einfach auf die Herausforderung mal in der Kreisliga Holzminden als Trainer tätig zu sein.“

Redaktion: „In die Jugend von Tündern hattest du auch vier Spieler aus Bodenwerder mitgebracht. Wirst du auch Spieler aus Tündern mit nach Kirchbrak mitbringen?“

Steffen: "Nein. Ich habe die Spieler ausgebildet, damit sie in Tündern die Chance haben, Landesliga zu spielen. Das bin ich dem Verein schuldig. Ich werde keinen Spieler aktiv abwerben. Im Sommer kommen zwölf Spieler raus, die Herren warten und freuen sich schon auf sie."

Redaktion: „Du arbeitest sehr gerne mit jungen Spielern, doch die Ausbildung junger Spieler klappt nicht immer so, wie sich die Vereine dies vorstellen. Was würdest du dir wünschen?“

Steffen: „Ich finde es sehr schade, dass sich nur wenige aktive und ehemalige Spieler als Trainer in den Vereinen beteiligen, um die Ausbildung der Spieler voranzutreiben. Gerade wenn ich in den Kreis Holzminden schaue, fällt auf, dass die Kreisauswahl in den letzten Jahren immer auf den hinteren Plätzen bei diversen Turnieren wiederzufinden ist.“

 Fotos: AWesA und mm

Sonntag, 24. Februar 2019 11:08 Uhr

Holzminden/Heinsen/Polle (mm). Auch bei der SG Wesertal gibt es Spieler, die früh für den Verein angefangen haben und dort immer noch spielen. Einer dieser aktiven Spielern ist Goalgetter Jan Meier. Seit mittlerweile 30 Jahren spielt Meier, mit einer kurzen Unterbrechung, für die SGW.

Wir haben gemeinsam auf seine bisherige fußballerische Laufbahn zurückgeschaut. Zudem verrät Meier, was ihn am meisten ärgert und wie lange er noch spielen möchte.

Redaktion: "Wo hast du mit dem Fußball angefangen? Hast du gleich in der Offensive gespielt?"

Jan: "Ich habe mit fünf Jahren bei der JSG Heinsen/Polle angefangen und war sofort Stürmer."

Redaktion: "Wie verlief deine Jugendzeit?"

Jan: "Ich habe meine gesamte Jugend bei der SG Heinsen/Polle verbracht. Bis zur C-Jugend habe ich unter meinem Vater gespielt. Die restliche Zeit habe ich unter Stefan Hansmann verbracht. In der A-Jugend haben wir sogar im Bezirk gespielt."

Redaktion: "Was waren deine Highlights?"

Jan: "Ich habe in der Kreisauswahl zusammen mit Spielern wie Benjamin Mai, Markus Eikenberg, Benjamin Klindworth und Eugen Schmidt gespielt. Gemeinsam mit Trainer Jürgen Grabs sind wir zum Dana-Cup nach Hjörring (Dänemark) gefahren und sind dort in unserer Altersklasse Dritter geworden."

Redaktion: "Wo hast du im Herrenbereich gespielt?"

Jan: "Ich habe im Herrenbereich mit der SG Wesertal und dem FC Preussen Hameln für nur zwei Vereine gespielt. Angebote gab es viele. Einmal habe ich zum Beispiel auch in Holzminden ein Probetraining absolviert, aber das hat mir nicht zugesagt. Die Heimat war mir wichtiger. Ich war nie hinter dem Geld her. Bei Preussen haben wir zu Saisonbeginn einen Zettel bekommen, auf den wir aufschreiben sollten, was wir haben wollten. Mir hätte Spritgeld gereicht und als es dann dazu noch ein Paar Fußballschuhe gab, war ich dann auch schon mehr als glücklich."

Redaktion: "Welche Erfolge konntest du mit der SG Wesertal feiern?"

Jan: "2005 bin ich unter Peter Dormann, der leider bereits verstorben ist, mit der SG Wesertal Kreisligameister geworden. Da wir eine Spielgemeinschaft sind, durften wir nicht in den Bezirk hochgehen. 2007 haben wir beim Kreispokalwochenende für eine große Überraschung gesorgt. Im Halbfinale haben wir den TSV Lenne besiegt und sind dann als Underdog gegen den SV06 Holzminden ins Finale gegangen. Zu der Zeit haben für Holzminden unter anderem Nabil Hussein, Umar Shallash (Omran Bero), Torben Röttger und Marec Wenzel bei Werner Eckhardt gespielt. In Dielmissen haben wir dann mit 3:1 gewonnen. Ein Tor konnte ich zu dem Triumph beisteuern. Vor heimischen Publikum hat's in Heinsen ein paar Jahre später gegen den TSV Holenberg leider nicht gereicht."

Redaktion: "Du warst früher als Goalgetter bekannt. Mittlerweile spielst du auf mehreren Positionen, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Wurdest du auch mal Torschützenkönig?"

Jan: "Genau das ist der Punkt, der mich aufregt. Ich bin mindestens dreimal zweitbester Torschütze und nie Torschützenkönig geworden. Zweimal war Waldemar Kroter vor mir und einmal einer der beiden Stadtoldendorfer Bissets."

Jan Meier treibt das Offensivspiel der SGW an.

Redaktion: "Wie kam dein Wechsel zum FC Preussen Hameln zu Stande und warum bist du dort nur ein halbes Jahr geblieben?"

Jan: "Nach der Kreisligameisterschaft gab es ein Weserbergland-Auswahlspiel gegen den Landesligisten Ramlingen/Ehlershausen, zudem mein Teamkollege Kai Kunkel und ich berufen wurden. Ich habe bei der knappen 4:5-Niederlage zwei Tore geschossen und wurde nach dem Spiel von Preussens Trainer Kai Oswald direkt angesprochen. Ich bin dann aber noch zwei Jahre bei Wesertal geblieben, ehe ich dann unter Oswald Landesligaluft schnuppern durfte. Ich habe es zeitlich leider nicht geschafft. Ich habe zwar auch gespielt und auch mal getroffen, aber es hat mit den Trainingszeiten einfach nicht hingehauen. Im Winter hat mich dann Stefan Hansmann angesprochen, ob ich nicht wieder zurückkommen möchte, was ich dann auch getan habe."

Redaktion: "Nach der letzten Saison wart ihr eigentlich in die 1. Kreisklasse abgestiegen. Wie war die Stimmung danach und wie habt ihr dann erfahren, dass ihr doch im Kreisoberhaus bleiben dürft?"

Jan: "Die Stimmung war natürlich geknickt, genau wie in dem Jahr, wo wir abgestiegen sind. An dem Spieltag, bei dem wir dann auch tatsächlich abgestiegen sind, hatte keiner gedacht, dass die SG GoLüWa den TSV Holenberg am letzten Spieltag schlägt und damit in der Kreisliga bleibt. Jedenfalls haben wir im letzten Sommer die Presse verfolgt und als Rühle dann den Verzicht auf den Aufstieg bekannt gab, haben wir natürlich gehofft. Ich meine wir haben dann über Jürgen Grabs erfahren, dass wir weiter in der Kreisliga bleiben dürfen."

Redaktion: "Aktuell seid ihr Vorletzter und habt einen Rückstand von fünf Punkten bei zwei Spielen weniger. Was war in der Hinrunde euer Manko und was vermisst du bei der SGW derzeit?"

Jan: "Unser Manko ist einfach, dass wir zu viele Punkte verschenkt haben und dass bei uns fast nie alle bei den Spielen da sind. Wenn immer alle Spieler da wären, könnten wir locker im Mittelfeld der Tabelle stehen. Wir haben derzeit keine individuellen Spieler, die die Spiele für uns entscheiden können. Wir müssen einfach wieder mehr über den Kampf kommen, das vermisse ich schon seit zwei Jahren. Das Gemeckere auf dem Platz muss aufhören und wir dürfen unsere wenigen Chancen im Spiel nicht so kläglich vergeben. Dass man gegen Mannschaften wie Grünenplan, Holzminden oder Kirchbrak schwer Punkte holen kann, ist klar, aber in den direkten Duellen müssen wir einfach mehr reinwerfen, um die Spiele für uns zu entscheiden. Für uns ist in der Rückrunde jedes Spiel ein Endspiel."

Redaktion: "Merkt man in der Vorbereitung, dass das Team das Ruder rumreißen möchte?"

Jan: "Die Lust und der Wille sind da. Aber man muss dazu sagen, dass niemandem der Kopf abgerissen wird, wenn wir absteigen sollten. Wir werden danach natürlich auch gleich alles versuchen wieder aufzusteigen. Es kommen im Sommer einige junge Spieler aus der A-Jugend hoch, die wir an den Herrenbereich heranführen werden."

Redaktion: "Wer wird deiner Meinung nach die Kreisliga gewinnen?"

Jan: "Die Meisterschaft wird über den TuSpo Grünenplan entschieden. Sie haben eine starke Mannschaft beisammen und ich würde es ganz besonders Michael Seyd gönnen, der schon seit Jahrzehnten die Knochen für den Verein hinhält."

Redaktion: "Schaffen Lenne und Stadtoldendorf den Klassenerhalt in der Bezirksliga?"

Jan: "Ich drücke beiden Mannschaften die Daumen. Stadtoldendorf hat mit Werner Brennecke einen sehr erfahrenen Trainer dazu bekommen und Martin Flenter kenne ich aus der gemeinsamen Zeit bei Wesertal sehr gut. Ich denke, beide werden einen guten Plan für die Rückrunde haben."

Redaktion: "Du bist vor Kurzem 36 Jahre alt geworden. Wie lange möchtest du noch spielen?"

Jan: "Ich bin bisher zum Glück von Verletzungen verschont geblieben. Meinen Achillessehnenriss mit einer Pause von 3 Monaten war bisher die längste Pause. Wenn ich fit bin, werde ich auf jeden Fall noch die nächste Saison, egal in welcher Spielklasse, spielen. Aber man merkt das Alter wirklich schon, wenn man bei den Laufeinheiten im Training ein wenig hinterher hängt (grinst)."

Redaktion: "Wenn du dir als verdienter Spieler der SGW ein Abschiedsspiel wünschen dürftest. Wie würde das aussehen?"

Jan: "Das wäre auf jeden Fall eine coole Sache, aber ob sowas stattfinden wird, das entscheiden andere. Ich würde mir dann wünschen, dass Spieler dabei sind, mit denen ich jahrelang zusammengespielt habe, aber auch Spieler, gegen die ich jahrelang spielen durfte."

Jan Meier bejubelt mit Jan Rabbe sein Tor gegen den VfR Deensen

Foto: mm

Samstag, 16. Februar 2019 09:48 Uhr

Deensen (mm). Wenn der Vereinsname VfR Deensen genannt wird, dann wird dieser Name auch gleich mit Fabian Klenke in Verbindung gebracht. Klenke ist seit 10 Jahren der Kapitän im blau-weißen Dress. Viele seiner Weggefährten haben dem Fußball bzw. dem Verein in der Zwischenzeit den Rücken gekehrt, doch Klenke spielt aufopferungsvoll weiter. Ob als Libero, Mittelfeldmotor oder als Goalgetter - immerhin konnte er bisher 190 Tore in 268 Spielen erzielen.

Mittlerweile ist er 34 Jahre alt, verheiratet und seine Frau brachte das zweite gemeinsame Kind zur Welt. Wir haben die Winterpause genutzt, um mit ihm auf seine fußballerische Laufbahn zurückzublicken. Im Gespräch spricht er über die Zeit bei der SVG Einbeck, die Auf- und Abstiege mit der SG Deensen/Arholzen und wie lange er noch die Fußballschuhe schnüren will.

Redaktion: "Fabian, wo und mit wie vielen Jahre hast du mit dem Fußball angefangen? Wo hast du vor deinem Wechsel zur SVG Einbeck gespielt?"

Fabian: "Da ich gebürtig aus Deensen komme, habe ich dort auch für die SG Deensen/Arholzen mit vier Jahren angefangen. Die SG wurde dann um Stadtoldendorf erweitert, bei der ich unter anderem mit Alexander Schlundt und Rouven Stemmer zusammengespielt habe. Anschließend habe ich ein Jahr in Holzminden zusammen mit Spielern wie Matthias Günzel, Nabil Hussein, Umut Gün und Julian Jacksch verbacht."

Redaktion: "Was waren deine Highlight in der Jugend?"

Fabian: "Ich habe zweimal beim Bruno-Karzcewski Turnier in Holzminden mitgespielt. 1998 war das mit der Holzmindener Kreisauswahl, die von Marc Dühring und Werner Brennecke trainiert wurde. In der Gruppenphase haben wir gegen Hansa Rostock, KFC Uerdingen und MSV Duisburg gespielt und sind in der Vorrunde ausgeschieden. Mit Holzminden habe ich 1999 daran teilgenommen. Ich war eigentlich schon immer ein Offensivspieler. Mein Trainer wollte bei dem Turnier mit einem spielenden Torwart agieren und hat mich daraufhin ins Tor gestellt. Wir haben die Vorrunde sogar überstanden und sind dann gegen Hansa Rostock mit 0:1 aus dem Turnier rausgeflogen."

Redaktion: "Wie kam dein Wechsel zur SVG Einbeck zu Stande und wie hast du das fahrtechnisch hinbekommen?"

Fabian: "In Holzminden gab es keine A und B-Jugend. Sie wollten diese für die neue Saison melden, sodass diese dann in der Kreisliga an den Start gegangen ist. Mein Mentor Klaus Dieter Katzinski, der zu dem Zeitpunkt Trainer der ersten Mannschaft in Deensen war, hat mich dann zu einem Probetraining bei den B-Junioren von der SVG Einbeck gebracht. Einbeck spielte mit der B-Jugend in der Niedersachsenliga und war damit die höchstspielende Mannschaft in der Region. Ich konnte den Trainer überzeugen und durfte somit in der Niedersachsenliga-Mannschaft dabei sein. Im ersten Jahr war es so, dass ich mit dem Linienbus zum Training gefahren bin und meine Großeltern mich dann meist vom Training abgeholt haben. Später gab es dann mehrere Spieler aus meiner Gegend, sodass wir mit Bullis hin- und zurückgebracht wurden."

Redaktion: "In welchen Ligen hast du im Jugendbereich gespielt?"

Fabian: "Wir sind im ersten B-Jugendjahr aus der Niedersachsenliga in die Landesliga abgestiegen, wo wir dann gegen Mannschaft wie SVG Göttingen, VfL Wolfsburg II oder den Goslarer SC gespielt haben. In der A-Jugend habe ich dann zwei Jahre in der Landesliga gespielt. Hier haben mich mit Carsten Dankert (SG Dassel/Sievershausen) und Uwe Klose (Preußen Hameln, früher Eschershausen, Bevern und Dielmissen) zwei bekannte Trainer der Region trainiert. Das Highlight war das Bezirkspokalfinale gegen Helmstedt, welches wir leider verloren haben. Ich denke noch gern an die Jugendzeit zurück. Der Teamgeist war klasse und die Ausbildung hat mir meinen fußballerischen Weg geebnet. Von den Spielern spielt mit Christoph Beismann noch ein Spieler beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder in der Regionalliga Nord."

Redaktion: "Wie wurdest du an den Herrenbereich in Einbeck herangeführt?

Fabian: "Ich habe im zweiten A-Jugendjahr bereits für die zweite Herrenmannschaft in der Bezirksliga Braunschweig gespielt. Nach der A-Jugend habe ich es 2003/2004 zunächst in den Kader der ersten Mannschaft geschafft. In der Niedersachsenliga bin ich jedoch selten zum Zug gekommen gekommen, sodass ich in die zweite Mannschaft zurückgegangen bin, was aus meiner Sicht aber kein Rückschritt war. Wir wurden Bezirksligameister und sind in die Landesliga aufgestiegen. Einbeck hatte nicht den Etat für zwei Mannschaften oberhalb der Bezirksebene, sodass sie sich entschieden haben, aus finanziellen Gründen die erste Mannschaft zurückzuziehen. Ich habe dann 3,5 Jahre in der Landesliga gespielt und bei insgesamt 78 Einsätze.acht Tore erzielt. Als Highlights würde ich das Bezirkspokalspiel gegen Eintracht Northeim vor 600 zahlenden Zuschauern und das Duell gegen Göttingen 05 vor 700 - 800 Zuschauern zählen."

Redaktion: "Wie kam dein Wechsel nach Deensen zu Stande? Was war deine erste Begegnung mit der SG Deensen/Arholzen?"

Fabian: "Im Winter 2007 habe ich mich aufgrund der Schichtarbeit entschieden, Einbeck zu verlassen. Ich hatte die Spielgemeinschaft schon länger gefolgt und sah dort mit Spielern wie Enrico Spengler, Viktor Schreiner und Eduard Stoller eine entwicklungsfähige Mannschaft, was letztlich auch den Ausschlag für meine Entscheidung gab. Unter Wolfgang Hartmann habe ich dann mein erstes Spiel in der 1. Kreisklasse gegen den MTSV Eschershausen bestritten, in welchem ich kurz vor Schluss das Tor zum 1:1-Endstand geschossen habe."

Redaktion: "Welche Unterschiede konntest du zwischen den Ligen ausmachen?"

Fabian: "Natürlich war es ein großer Unterschied vom Tempo und gerade auch von der Qualität der Mitspieler her. Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte."

Redaktion: "Was waren die Höhepunkte und Tiefpunkte in dieser Zeit?"

Fabian: "Ein Höhepunkt war sicherlich das Rückspiel gegen den MTSV Eschershausen, bei dem wir trotz der Niederlage gemeinsam mit Eschershausen aufgestiegen sind. In der Kreisliga haben wir in der Folgesaison viel Lehrgeld gezahlt und sind dann auch abgestiegen. Unter Michael Proske sind wir dann wieder aufgestiegen und in der Folgesaison erneut abgestiegen. Das war der unnötigste Abstieg, den es gab. Wir hatten 22 Punkte auf dem Konto - so eng ging es noch nie zu."

Redaktion: "Ein Finale Dahoam hattet ihr in der Saison 2011/2012. Warum hat's für den großen Coup nicht gereicht?"

Fabian: "Ja genau. Das war unter Ralf Schwekendiek. Wir standen als Kreisklassist dem TSV Lenne im Finale gegenüber. Wir haben mit 2:0 geführt, doch dann trat Edward Urich in Erscheinung und schoss Lenne mit fünf Treffer fast in Alleingang zum Pokalsieg. Er ist einfach ein Topkicker."

Fabian Klenke zeichnet die Ballsicherheit aus.

Redaktion: "Unter Günther Weber folgte schließlich der nächste Aufstieg. Wie fandest du die Zeit unter ihm und welche Saison wirst du nicht vergessen?"

Fabian: "Günther ist ein Top-Trainer. Er hat der Mannschaft neue Motivation gegeben und uns taktisch am weitesten gebracht. Er hat aus uns eine effektive Mannschaft gemacht. Gerade die Saison 2014/2015 bleibt mir in Erinnerung, in der wir als Aufsteiger Vierter geworden sind, Boffzen und Bevern geschlagen und gegen Stadtoldendorf unentschieden gespielt haben. Zudem muss ich an das Zusammenspiel mit Dennis Grupe und Maik Heinze noch oft denken. Wir waren ein kongeniales Trio und aus sportlicher Sicht die beste Offensive in meiner Zeit in Deensen."

Redaktion: "Wie blickst du auf die Auflösung der SG Deensen/Arholzen in den VfR Deensen und den TSV Arholzen zurück?"

Fabian: "Aus sportlicher Sicht war es schlechtestes, was man machen konnte. Ohne Jugendarbeit wird es für beide Teams schwierig sein, auf Dauer eine Mannschaft zu stellen. Wir hatten eine intakte erste Mannschaft und jetzt spielen wir gegen den Abstieg, während sich Arholzen im Mittelfeld der Kreisklasse befindet." 

Redaktion: "Warum bist du Deensen trotz der Abstiege immer treu geblieben?"

Fabian: "Ich bin Deensener und wollte damals möglichst hochspielen, was ich bei Einbeck sehr genossen habe. Nach dieser Zeit habe ich mir, trotz diverser Anfrage, geschworen immer zu bleiben. Ich trage mittlerweile seit zehn Jahren die Kapitänsbinde und dann geht man nicht einfach so vom Bord."

Redaktion: "Im Sommer folgte der Umbruch. War dieser zu groß? Woran liegt es, dass ihr so weit zurückliegt?"

Fabian: "Es ist einfach nur enttäuschend. Wir haben mit erfahrenen Spieler als Stützen geplant, die uns einfach im Stich gelassen haben. Der Umbruch war letztlich zu groß. Wir konnten die Abgänge nicht kompensieren und mussten in vielen Spielen auf den Positionen improvisieren."

Redaktion: "Was denkst du über Sören Eilers als Trainer?"

Fabian: "Sören ist ein guter Trainer. Er ist mit viel Leidenschaft und Herzblut dabei. Er lebt den Fußball und ist sehr ehrgeizig."

Redaktion: "Zuletzt hast du beim Symrise-Hallenturnier für die zweite Mannschaft von Symrise mitgespielt. Was waren deine größten Erfolge mit der Firmenmannschaft und mit wem hast du dort zusammengespielt?

Fabian: "2013 bin ich mit Symrise bei einem Hallenturnier Niedersachsenmeister geworden. Wir hatten mit Edward Urich, Caglar Özcan, Burak Sagir, Simon Rybarczyk, Arnold Ruf und Dogan Sagir starke Spieler in unseren Reihen. Vom ersten Spiel an haben wir, gerade was das Spielverständnis und die Laufwege angeht, überzeugen können."

Fabian Klenke im Dress der Symrise-Firmenmannschaft

Redaktion: "Wie läuft die Vorbereitung? Was sind eure Ziele?"

Fabian: "Wir haben Ende Januar mit der Vorbereitung angefangen und konnten wegen der Wittterungsbedingungen unser geplantes Testspiel nicht austragen. Wir wollen uns in der Rückrunde nicht aufzugeben und sie sauber zu Ende zu spielen. Die letzten Hinrundenspiele waren schon besser. Wir haben versucht die fehlende Qualität über das Team aufzufangen. Dadurch haben wir auch den Sieg gegen Fürstenberg und das Unentschieden gegen Kirchbrak geholt. Fakt ist, dass wir fußballerisch in der Kreisliga nichts zu suchen haben."

Redaktion: "Was passiert mit dir nach der Saison?"

Fabian: "Nach der Saison werde ich definitiv kürzertreten. Ich bin vor Kurzem zum zweiten Mal Vater geworden und habe über 30 Jahre für den Fußball alles stehen gelassen. Jetzt möchte ich mindestens für zwei Jahre einfach nur für meine Familie da sein."

Redaktion: "Mit wem hättest du gerne mal zusammengespielt?"

Fabian: "Wenn ich einen wählen darf, mit dem ich bereits einmal in einer Auswahlmannschaft gespielt habe, wäre das Fabian Pleier-Helm vom MTV Fürstenberg. Er ist ein feiner Kerl und ebenfalls ein Spieler, der Verbundenheit zu seinem Verein zeigt. Wir sind ähnliche Spielertypen und würden uns sicherlich gut ergänzen. Mit Fabio Mancini vom FC 08 Boffzen hätte ich aber auch gerne mal zusammengespielt. Seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor ist einfach der Wahnsinn."

Fotos: rw, mm

 

Jugend
Montag, 14. Oktober 2019 06:36 Uhr
Caravan Park Müller stattet E-Junioren des SV 06 Holzminden aus
Donnerstag, 10. Oktober 2019 06:34 Uhr

Boffzen (r). Vom 25. bis zum 27. Oktober erwartet ihr Kind ein ganz besonderes Wochenende. Die Fußballschule des VfL Bochum ist zu Gast im Boffzer Sollingstadion. Es sind nur noch WENIGE Plätze frei! Für nur 99,48 Euro gibt es drei Tage lang Trainingseinheiten mit ehemaligen Bundesligaspielern von Borussia Dortmund, dem Hamburger SV, Bayer Leverkusen und Hannover 96.

Welche ehemaligen Profis letztlich vor Ort sind, entscheidet der VfL erst kurz vor dem Termin. Dementsprechend darf man also gespannt sein. Zur Auswahl stehen jedoch klangvolle Namen, wie Manfred Kaltz, Steffen Karl, Dariusz Wosz oder auch Fatmir Vata. Für Vata wäre es eine Reise in die Vergangenheit. Der ehemalige albanische Nationalspieler kickte von 2013 bis 2014 für den FC 08 Boffzen und kennt den heiligen Rasen im Sollingstadion somit bestens.

Hinzu kommt, dass jede/r Teilnehmer/in eine hochwertige Ausstattung, bestehend aus einem Trikot der VfL-Fußballschule, Hose und Stutzen, erhält. Mittagessen und Getränke sind ebenfalls im Preis enthalten. Zudem gibt es kleine Überraschungspreise, sowie eine Teilnehmerurkunde und einen Pokal als Andenken. Die Kirsche auf der Torte ist sicher die Eintrittskarte zu einem Heimspiel des VfL Bochum 1848. Mit ganz viel Glück läuft ihr Kind dann mit einem Zweitligaprofi an der Hand ins Stadion an der Castroper Straße ein. Denn auch eine Verlosung, bei der die Gewinner als Einlaufkinder bei einem Heimspiel des VfL dabei sind, ist im Preis inbegriffen.

Weitere Informationen gibt es unter https://fussballschule.vfl-bochum.de/termine.html oder bei Jürgen Holletzek (Tel. 01725243466), dem Leiter der Fußballschule. Anmeldungen werden sowohl im Netz, als auch am Telefon entgegen genommen. Für Holletzek persönlich wird es ein besonderes Event. Es wird seine kürzeste Anreise zu einer Fußballschule sein. Der erfahrene Fußballkenner wohnt in Boffzen und freut sich daher schon besonders auf das letzte Oktoberwochenende.

Foto: mm

Donnerstag, 10. Oktober 2019 06:29 Uhr

Holzminden (r). Nach dem 3:0-Auswärtssieg in Himmelsthür wartete man bei der U 15 des SV 06 Holzminden gespannt auf die Auslosung für die nächste Bezirkspokalrunde. Die Glücksfee war dem Team um Coach Daniel Gregorovits und Betreuer Noah Buske hold - sie überraschte die Holzmindener mit einem Freilos. Die 4. Runde wird am 24.04.2020 ausgetragen - vielleicht klappt es ja mit einem Heimspiel.

Foto: SV06 Holzminden

 

Montag, 07. Oktober 2019 06:28 Uhr

Holzminden (red). Zur Förderung des Fair Play Gedankens sind alle Vereine im NFV Kreis Holzminden verpflichtet, in der Saison 2019/2020 im Spielbetrieb der G- bis F- Junioren eine Eltern-/Fan-/Coaching- Zone einzurichten. Anlässlich des Derbys in der Kreisliga zwischen den beiden F-Junioren des SV 06 Holzminden ließen sich die Verantwortlichen des SV 06 eine besondere Aktion einfallen.

Bereits vor dem Spiel bei stürmischen äußeren Bedingungen unterrichteten F-Junioren Teammanager Christian Bode und SV06 Jugendleiter Wolfgang Jacob die zahlreichen Eltern über die Aktion, die auch an die DFB Initiative „Grüne Karte für die Eltern“ anknüpft. Bei dieser DFB Initiative stehen folgende Elterngrundsätze im Mittelpunkt, damit Fußball Freude bleibt:

  • Danken statt zanken
  • Vergnügen statt rügen
  • Loben statt toben
  • Erlebnis statt Ergebnis
  • Vorbild statt fuchsteufelswild

Unmittelbar vor dem Anpfiff folgte dann der obligatorische Spielerkreis, der diesmal um Eltern, Geschwister, Omas, Opas und Schiedsrichter ergänzt wurde – ein deutliches Zeichen für Fair Play und respektvollen Umgang untereinander.

Danach erfolgte der „Schlachtruf“ aus den Kehlen aller Beteiligter – der Liebigpark bebte. Nun ging es für die jungen Kicker auf den Platz und die Fans auf die Zuschauerplätze. Es entwickelte sich ein sehr gutes F-Junioren Spiel, das von den Eltern leidenschaftlich, aber im Sinne des Fair Play Gedankens, untertsützt wurde. Nach dem Spiel, welches mit 1:1 endete, verabschiedeten sich die Spieler freundschaftlich voneinander und waren sich mit ihren Eltern einig: So macht Fußball Freude .

Folgende Spieler der Trainer Hayati Koyuncu und Andre Müller waren dabei: Veseli, Drion; Kolukisa, Emir; Alo, Murat; Cesir, Eliah; Runov, Egor; Veseli, Rion; Koyuncu, Enes; Dangallaj, Elfatin; Frank, Alexander; Müller, Bent; Werner, Elias Liron; Karabel, Serhat; Bode, Nikolas: Hussein, Moussa; Stein, Giorgio-Julius; Elmali, Eren; El Moussati, Youssef; Hufnagel, David; Awada, Hassan; Dauer, Frederik Maximilian; Just, Christopher

Fotos: SV06 Holzminden

Freitag, 04. Oktober 2019 08:27 Uhr

Apelern (r). Am Mittwoch, den 02.10.19 ging es für das U 19 Team von Trainer Christian Föckel und Betreuer Merdan Fekovic über den Deister: Gastgeber in der Bezirksliga Staffel 3 war in Apelern die Mannschaft von Deister United, eine Spielgemeinschaft aus Apelern, Rodenberg und Lauenau. Da einige Leistungsträger verletzungsbedingt nicht zur Verfügung standen, traten auch Spieler aus der U 17 die Reise in den Nachbarkreis mit an.

Als das Spiel um 19:00 Uhr angepfiffen wurde, waren auch zahlreiche Eltern im Holzmindener Fanblock angekommen und hofften auf ein erwärmendes Spiel, da die äußeren Bedingungen wenig einladend waren. Das Team um Kapitän Malek Bero fand gut ins Spiel und kombinierte gefällig bis zum gegnerischen Strafraum, sodass Hoffnung im blau-weißen Fanblock aufkeimte. Wie aus dem Nichts fiel in der 14. Minute das 1:0 für Deister United. Nach einem Freistoß wirkte die Abwehr um Keeper Florian Nolde mehr als unsortiert und der Stürmer konnte ungehindert vollenden. Der SV ließ sich nicht beeindrucken und drängte auf den Ausgleich. Zwei Chancen von Paul Kösel konnten jedoch nicht in Tore umgewandelt werden. Zunächst scheiterte er in der 17. Minute mit einem sehenswerten Volleyschuß aus 25 Metern am Torwart – drei Minuten später wäre bei konsequenterer Chancenverwertung der Ausgleich möglich gewesen. Im Gegenzug fiel dann prompt das 2:0. Eine Flanke nahm der Stürmer 20 Meter vor dem Tor gekonnt mit der Brust an und verwandelte anschließend den Volleyschuß im linken Eck – ein Traumtor.

Leider war jetzt kein Aufbäumen des SV 06 erkennbar. Die Zuspiele waren oftmals überhastet und unkontrolliert und auch das Zweikampfverhalten ließ zu wünschen übrig. In der 31. Minute verfehlte Paul Kösel nach einem Distanzfreistoß das Tor nur knapp. Das sollte die letzte Chance für die Gäste in der 1. Halbzeit gewesen sein – der Spielfluß war gänzlich verlorengegangen. Zu allem Überfluß führten individuelle Fehler in der 37. und 38. Minute zu den Toren 3 und 4 für den Gastgeber, der sogar eine Ecke direkt verwandelte.

Die Kabinenansprache von Coach Christian Föckel war kurz und prägnant – nach 7 Minuten stand das Team wieder auf dem Rasen. Die Hoffnung im Holzmindener Fanblock war weiterhin vorhanden – man erinnerte sich an Profispiele, wo ein derartiger Rückstand noch aufgeholt werden konnte. In der 55. Minute waren jedoch alle Träume ausgeträumt. Wieder spazierte der Gastgeber ungehindert durchs Mittefeld und wurde auch im Strafraum nicht angegriffen. Das 5:0 war die logische Konsequenz. In der 70. Minute bot sich wenigstens die Chance zum Ehrentreffer. Nach einem Foulspiel an Lennard Ebert zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Alper Akdemir schoß jedoch so unplatziert, dass der Torwart keine Mühe hatte, den Ball abzuwehren. Die Szene war symptomatisch für das Spiel der U 19 am heutigen Tag.

Für das Team des SV war dies ein gebrauchter Tag- der Coach bemängelte im Nachgang auch die zu großen Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen. „Das hatten wir ganz anders besprochen“, stellte er nach Abpfiff fest. Aber für unsere junge U 19 heißt es jetzt: Mund abwischen, positive Ansätze aus dem Spiel (einige, wenige gab es) mitnehmen und Vorbereitung auf das nächste Spiel. Am 26.1019 ist um 16:00 Uhr im Heimspiel die JSG Halvestorf / TC Hameln zu Gast, die bisher noch keinen Pluspunkt erzielt hat. Hier können die Fans wieder auf Fußball mit Leidenschaft hoffen.

Für den SV 06 Holzminden kamen zum Einsatz: Nolde, Florian; Yilmaz, Baris; Horrer, Jonas; Murgia, Emre-Francesco; Rindler, Max; Akdemir, Alper; Bero, Malek; Kösel, Paul; Lowitzki, Maurice; Walden, Thierry; Elwayss, Ayman; Knaub, Artur; Finkmann, Henrik; Ebert, Lennard;Sagir, Kerim

Foto: mm

Überregional
Montag, 21. Oktober 2019 06:34 Uhr
KSN+VGH JuniorCup: Borussia Dortmund und Austria Wien in der Schuhwallhalle
Donnerstag, 10. Oktober 2019 18:13 Uhr

Brakel (mm). Auch die Regenschauer konnten am gestrigen Mittwochabend den rund 2.000 Besuchern im Brakeler Thermo-Glas Stadion nicht die Laune vermiesen. Der Fußballkreis Höxter-Warburg stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass ihnen die Unterstützung der Familie vom Fußballer Erdogan Acar, welcher im Alter von nur 41 Jahren beim Sponsorencup des SC Paderborns verstorben ist, am Herzen liegt. Das Benefizspiel diente nämlich dazu, Acar's Familie mit den gesamten Einnahmen zu unterstützen.

Auch sportlich verlief es aus Brakeler Sicht gut. Mit 2:0 konnte sich die Landesligamannschaft der SpVg Brakel gegen die Mannschaft vom SCP, welche vom Bundesligatrainer und ehemaligen Bundesligaprofi Steffen Baumgart zwar an der Seitenlinie gecoacht wurde, aber lediglich aus Spielern der U21 und U19-Mannschaft bestand, durchsetzen. Zudem war fast der gesamte Kader der Bundesligamannschaft (alle, außer ihre 5 Nationalspieler) vor Ort. Die Profis zeigten sich publikumsnah und ließen sich vor dem Spiel für Autogramme und Fotos mit den Besuchern viel Zeit.

Bei Regen zogen die Mannschaft schließlich auf das Spielfeld ein. Nach einem Gebet und einer Schweigeminute ging es gegen 18:30 Uhr auch los. Paderborn hatte in der Anfangsphase mehr vom Spiel, jedoch sprang bis auf einem Kopfball, der knapp am Tor vorbeiging, nichts heraus. Mit der Zeit wurden die Hausherren mutiger. In der 28. Spielminute war es dann soweit. Mit einem Lupfertor von Nils Fähnrich ging der Ex-Club von Erdogan Acar mit 1:0 in Führung. Mit diesem Spielstand wurden auch die Seiten gewechselt.

In der Halbzeitpause schöpfte SCP-Coach Baumgart seine Wechselmöglichkeiten aus. So kam mit Luis Ortmann auch ein Youngster zum Einsatz, der seine erste Jugendstation bei der JSG Boffzen/Fürstenberg und somit im Fußballkreis Holzminden durchlief. Nach einer guten Stunde knickte ein SCP-Akteur auf dem rutschigen Kunstrasenplatz um, sodass die Gäste das Spiel zu zehnt zu Ende spielen mussten. Auf der Gegenseite wechselte SpVg-Trainer Haydar Özdemir des Öfteren aus und gab somit allen Spielern die Möglichkeit, bei diesem Fußballfest dabei zu sein. Kurz vor Schluss durfte der Landesligist dann nochmal jubeln. Der eingewechselte Oumar Fofana traf zum 2:0-Endstand.

Fotos: mm

Sonntag, 06. Oktober 2019 10:39 Uhr

Duingen (r). Vor dem Heimspiel der neu gemeldeten Duinger Altherren-Mannschaft gegen die SG Freden/Hörsum sprach Duingens Fussballspartenleiter Dieter Rinne den großzügigen Sponsoren seinen herzlichen Dank aus.

Denn Monika Meckel (Geschäftsführerin bei Taxi Ruf Kassner, obere Reihe 2.v.r.), Hiltrud Bollmann (Pflegedienstleitung bei Provetus Seniorenpflege, obere Reihe 5. v. r.) und Joachim Zucher (obere Reihe, rechts) hatten durch ihre finanzielle Unterstützung maßgeblichen Anteil daran, dass die Duinger Alt-Herrenmannschaft mit neuen Trikots und Trainingsanzügen ausgestattet werden konnte.

Leider brachte das Foto mit den Sponsoren vor dem Spiel kein Glück - der DSC verlor unnötig mit 2:5 gegen Freden/Hörsum.

Foto: Marcel Runge

Dienstag, 24. September 2019 06:54 Uhr

Brakel (red). Vor drei Monaten erhielt der Nachbarkreis Höxter eine Schock-Nachricht. Der Brakeler Erdogan Acar, welcher jahrelang zu den besten Spielern des Kreises Höxter gezählt wurde, war beim Sponsoren-Cup des SC Paderborn auf dem Platz zusammengebrochen. Die Wiederbelebungsversuche verliefen ins Leere, sodass er im Alter von nur 41 Jahren noch auf dem Fußballfeld verstarb und seine Ehefrau und zwei Kinder hinterlässt.

Der Bundesligist SC Paderborn zeigt Herz und möchte der Familie des verstorbenen Fußballers mit einem Benefizspiel helfen. So kommt die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgardt am Mittwoch, den 09. Oktober in den Kreis Höxter und trifft auf Acars Ex-Verein, den Landesligisten Spvg. 20 Brakel. Die Idee dieser Aktion hatte Thomas Sagel, der exakt am 9. Oktober seinen 56. Geburtstag feiert. Er kennt Acar als Mitarbeiter, Fußballer und Trainer. Aktuell ist der Ex-Zweitligaspieler auch im Aufsichtsrat des SC Paderborn tätig.

„Es gab erst die Überlegungen, dass das Spiel gegen den TuS Erkeln oder TiG Brakel stattfinden soll. Doch der SC Paderborn wollte einen höherklassigen Gegner. Wir mit der Spvg. 20 Brakel sind natürlich sofort bereit und wollen mithelfen“, sagt Brakels Vorsitzender Hans-Jörg Koch, der sich zudem freut, dass der SC Paderborn seine Mannschaft "kostenlos" zur Verfügung stellt, um der Familie, der die kompletten Einnahmen zu Gute kommen, zu helfen.

Anstoß ist um 18.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Brakel. Der Eintritt soll bei zehn Euro pro Person liegen – Ermäßigungen sind auch geplant.

Foto: mm

 

Montag, 16. September 2019 16:27 Uhr

Betheln (mm). Wenn Fußballfans einen Geißbock sehen, dann denken sie schnell an das Maskottchen "Hennes" vom Bundesligisten 1. FC Köln. Doch was macht ein Geißbock bei einem Spiel der Hildesheimer 1. Kreisklasse Staffel B? Diese Frage stellten sich am gestrigen Sonntagnachmittag wohl alle Beteiligten beim Punktspiel zwischen dem SV Betheln-Eddinghausen und dem TSV Föhrste, welches der Kreisligaabsteiger aus Föhrste souverän mit 5:0 für sich entschieden hat.

Der Höhepunkt des Spiels ereignete sich in den ersten Minuten des Spiels, als der Geißbock seinem Besitzer enteilt war und sich für eine zeitlang auf dem Spielfeld aufhielt. Nach einer kurzen Unterbrechung wurde das Spiel fortgesetzt. Der Besitzer und sein Geißbock hielten sich bis zum Schluss des Spiels weiter auf dem Sportplatz auf, ehe sie sich nach dem Abpfiff auf den Heimweg machten.

Foto: Markus Binnewies

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